Vermeiden Sie zusätzliche Risikofaktoren:
Die Therapie Ihrer Osteoporoseerkrankung wird dann den gewünschten Erfolg zeigen, wenn Sie die Behandlung im Alltag durch eine gesunde Lebensweise unterstützen. Trennen Sie sich von Gewohnheiten, die nachweislich zur Schädigung der Knochenneubildung beitragen.
Alkohol:
Alkohol ist Gift für Ihre Knochen. Er führt bei häufigem Genuss zu Verlust von Knochengewebe.
Rauchen:
Auch Rauchen führt zu einer Reduktion der Knochenmasse. Nikotin beschleunigt bei Frauen den Beginn der Wechseljahre und verringert die Wirkung einer Hormontherapie.
Medikamente:
Cortison und Heparin sind bei vielen Erkrankungen unvermeidlich. Sie weisen aber Nebenwirkungen auf. Bei Langzeiteinnahme führen Sie zu vermehrtem Knochenabbau. Deshalb ist es wichtig, diese Medikamente nur in regelmäßiger Absprache mit Ihrem Arzt einzunehmen. "Calciumräuber!"
Verzichten Sie bei Ihrer Ernährung auf Lebensmittel, die dem Körper Calcium entziehen. Dazu gehören u. a. phosphatreiche und -angereicherte Nahrungs- und Genussmittel wie z.B. Colagetränke und Wurstwaren.
Calciumreiche Ernährung:
Gerade als Osteoporose-Patient sollten Sie möglichst viel Calcium über die Nahrung aufnehmen. So können Sie die Stabilisierung Ihres Knochengerüstes - in Ergänzung zur angewandten Therapie - beschleunigen.
Besonders reich am Mineral Calcium sind Milch und Milchprodukte wie Käse (v.a. Hartkäse), Joghurt sowie Gemüsesorten wie Grünkohl, Fenchel und Brokkoli. In der nachfolgenden Tabelle wird Ihnen gezeigt, wie viel Calcium in ausgewählten Nahrungsmitteln enthalten sind.
Ein Tipp: Nehmen Sie nicht einfach calciumhaltige Nahrungsmittel zusätzlich in Ihren Speiseplan auf, tauschen Sie besser phosphatreiche gegen calciumreiche Lebensmittel: z.B. essen Sie Käse statt Wurst oder Fisch statt Fleisch. Denn wenn Calcium und Phosphat gemeinsam in den Verdauungstrakt gelangen, verbinden sie sich und der Körper kann Calcium nicht aufnehmen. Er scheidet es ungenützt aus. Besteht bei Ihnen eine Lactatunverträglichkeit, d.h. Sie vertragen schlecht Milch oder Milchprodukte, so kann selbstverständlich der Calciumbedarf auch durch Calciumtabletten gedeckt werden. Es besteht auch die Möglichkeit mit einem ernährungser- änzenden Präparat (Orthomolekulare Produkte) einen Teil des Tagesbedarfes an Calcium zu decken.
Mit diesen Produkten können Sie die für den alten bzw. geschwächten Organismus erforderlichen Spurenelemente, Mineralstoffe und Vitamine zuführen. Ihr gesamtes Immunsystem wird es Ihnen danken.
Wieviel Calcium braucht der Mensch?
Täglicher Calciumbedarf in Abhängigkeit von Alter, Geschlecht und verschiedenen Leistungszuständen. Der Calciumbedarf der Frau während und nach den Wechseljahren liegt bei 1.500 mg pro Tag und ist damit um 50% höher als der gleichaltriger Männer.
Wenn Sie Fragen haben, sprechen Sie uns oder meine Mitarbeiterinnen an.