Die Osteoporose ist weltweit von der WHO zu einer der 10 bedeutendsten chronischen Erkrankungen eingestuft worden.
Sie ist eine Knochenerkrankung, die durch eine Erniedrigung der Knochensubstanz und eine Zerstörung der Knochenfeinstruktur charakterisiert ist. Die Folgen einer Osteoporose sind Schmerzen, Reduzierung der Körpergröße mit Rundrückenbildung sowie eine erhöhte Knochenbrüchigkeit.
Oft ist Invalidität und Verlust der Lebensqualität zu befürchten. Heute ist es möglich, die Osteoporose genau zu diagnostizieren und effektiv zu behandeln.
Die Diagnose „Osteoporose" wird individuell mit Hilfe von mehreren Untersuchungen gestellt:
- Risikoprofil-Erhebung (Beachten Sie den Risikotest füllen Sie ihn aus und geben Sie ihn bei uns ab)
- Körperliche Untersuchung
- Röntgenaufnahmen der Wirbelsäule/Hüften
- Knochendichtemessung
- Blut- und Urinuntersuchungen
Knochendichtemessung sinnvoll
Da in einer herkömmlichen Röntgenaufnahme erst ein Knochenverlust von 30 bis 40 % zu erkennen ist, sollte bei dem Verdacht auf eine Osteoporose rechtzeitig eine Knochendichtemessung durchgeführt werden.
Durch diese Knochendichtemessung kann eine Osteoporose bereits früh und auch differenzierter in ihrer Schwere diagnostiziert werden. Diese Untersuchung kann in jedem Erkrankungsstadium zeigen, wie viel Knochensubstanz bereits verloren ist und ob eine entsprechende Therapie auch anspricht. Nach einer ersten Knochendichtemessung vor Behandlungsbeginn sollte eine weitere Knochendichtemessung nach einer entsprechenden Therapie erst nach 12 bis 18 monatigem Abstand durchgeführt werden.
Osteoporose-Therapie
Die 3 Säulen der Osteoporose-Therapie:1. Medikamentöse Therapie:
Die Medikamente werden gezielt eingesetzt, um Knochenmasseverlust aufzuhalten, die Knochenmasse wieder aufzubauen und Knochenbrüche zu verhindern.
2. Umstellung der Ernährung:
Auf eine ausgewogene Mischkost mit hohem Calciumanteil muss geachtet werden.
3. Bewegungstherapie:
Eine gezielte Krankengymnastik unter fachlicher Anleitung stärkt die Knochen. Wichtig sind auch regelmäßige Spaziergänge an der frischen Luft, dies fördert die Kondition und die Knochengesundheit.
Die Osteoporose-Behandlung erfolgt nach den Leitlinien des Dachverbandes Osteologie.
Da es sich bei Calcium und Vitamin D jedoch um Nahrungsstoffe handelt, muss jeder Patient selbst für eine entsprechende Zufuhr sorgen.
Therapiemonitoring durch Knochendichtemessung:
Eine Verlaufskontrolle der Knochendichtemessung sollte nach ca. 12 Monaten erfolgen.
Wenn Sie Fragen haben, sprechen Sie uns oder meine Mitarbeiterinnen an.