Arthrose Ursachen, Risiken
In Deutschland leiden 6-7 Millionen Menschen, das sind 8-9%, an Gelenkschmerzen. Diese Schmerzen entstehen meist, wenn der als Gleitschicht dienende Knorpel abgenützt (Arthrose) oder durch entzündliche Prozesse (Arthritis) zerstört wird.
Im Laufe eines Lebens wird bei der Arthrose der Gelenkknorpel nicht mehr so regeneriert, wie dies in jungen Jahren noch möglich ist.
Welche Risikofaktoren sind bekannt?
- Angeborene Minderwertigkeit von Knorpelgewebe (genetisch)
- Fehlstellungen von Gelenken wie zum Beispiel bei O und X-Beinen
- Fehlentwicklung von Gelenken, wie zum Beispiel bei der Hüftdysplasie
- Übergewicht
- Überlastung in Beruf und Sport.
Wie entsteht eine Arthrose?
Die erwähnten Risikofaktoren führen über den Weg der Fehlbelastung zu einer Schädigung des Gelenkknorpels. Der Knorpel wird zunächst aufgerauht, Knorpelteilchen werden abgerieben und bilden freie Gelenkkörper. Eine solche ständige Schädigung der Knorpeloberfläche führt zu einer Verminderung der Knorpeldicke, sodass letztendlich der darunterliegende Knochen
freiliegt.
Die Folgen dieses Vorganges sind.
- Verlust der Polsterung und Gleitfähigkeit des Knorpels im Gelenk
- Gelenkflüssigkeit (Synovia) erfährt unphysiologische Zusammensetzung und kann den Knorpel mit Nährstoffen nicht mehr ausreichend versorgen
- „Schmiereffekt" der Gelenkflüssigkeit geht verloren
- muskuläre Führung und Bandstabilität verschlechtern sich.
Die ersten Symptome bei der Arthrose:
Da der Knorpel keine Nervenrezeptoren besitzt, spürt der Patient anfangs nur geringe Beschwerden. Schmerzen treten erst auf, wenn bereits umliegendes Gewebe (Kapsel, Bänder und Muskulatur) betroffen ist.
Diagnostik der Arthrose
Klinische Erscheinungen
- Anlaufschmerzen nach Ruhephasen später permanente
- Schmerzen Gelenksteifigkeit später Bewegungs- und Belastungsschmerzen
- Schwellung, Wärme, Ergussbildung in Gelenken
Röntgenologische Erscheinungen
- zunehmende Gelenkspaltsverschmälerungen
- Entstehung von Knochenwülsten an Gelenkflächen
- freieGelenkkörperbildungen
Zusätzliche Untersuchungen
- Laborbestimmungen aus Blut und eventuell Gelenkpunktat
- Kernspintomographie
Beim Vorliegen von Gelenkschwellung, Wärme und Ergussbildung, verbunden mit starken Schmerzen, spricht man von aktivierter Arthrose. Zu einer solchen aktivierten Arthrose kommt es, wenn abgeriebene Knorpelteilchen zu einer Entzündung führen, die sich weiter in und um das Gelenk ausbreitet.
Es muss unser Ziel sein, Ihre „aktivierte Arthrose" rasch zum Stillstand zu bringen, um zu verhindern, dass sie weiter fortschreitet. Nur wenn dies gelingt, können Ihre Schmerzen beseitigt und Ihre Lebensqualität verbessert bzw. erhalten werden.