Akupunktur

Der Ursprung

Ursprünglich beheimatet ist die Akupunktur in Asien, insbesondere in China. Seit vielen Jahrhunderten bekämpfen dort die Heilkundigen mit ihr erfolgreich Krankheiten und Schmerzen. In unserer westlichen Welt faßt die Akupunktur erst seit einigen Jahrzehnten in verstärktem Umfang Fuß.

Die Basis

Fernöstliche Philosophie sieht alle Lebensvorgänge im Menschen und der gesamten Natur als das geordnete Fließen einer Lebensenergie. Diese Energie zirkuliert im menschlichen Körper in einem System von Kanälen, die Meridiane genannt werden und die die inneren Organe sowie die Körperoberfläche direkt in einer Art Kommunikationsnetz untereinander verbinden. Die Meridiane sind zum größten Teil nach inneren Organen benannt. Entlang dieser Meridiane und unmittelbar mit ihnen verbunden finden sich jeweils eine Anzahl bestimmter Körperstellen mit besonderen Eigenschaften, die Akupunkturpunkte.

Die Therapie

Solange die Lebensenergie frei zirkulieren kann, ist alles in Ordnung und der Mensch gesund. Krankheiten jedoch behindern oder blockieren dieses freie Fließen. Mit Akupunktur wird versucht, die Lebensenergie wieder in Fluß zu bringen und damit die Krankheiten zu heilen. Im Laufe der Geschichte fand man heraus, wie die einzelnen Akupunkturpunkte wirken. So wirken manche Punkte schmerzlindernd, wogegen andere eine beruhigende und ausgleichende Wirkung auf die seelische und körperliche Verfassung haben.

Die Anwendung

Akupunkturpunkte haben in der Regel einen Durchmesser von nur einem Millimeter. Deshalb ist das Auffinden der Punkte nicht einfach. Wichtig ist es auch, dass der Akupunkteur die unterschiedlichen Eigenschaften der Punkte, ihre Wirkungen und Besonderheiten kennt.

Die Wirkung

Trotz intensiver Forschung weiss man heute immer noch nicht ganz genau, wie die Akupunktur eigentlich wirkt.

Die Behandlungsarten

Die bekannteste Art der Akupunktur ist die Nadelakupunktur. Hierzu werden überwiegend Stahlnadeln als Einmalnadeln mit verschiedenen Dicken und Längen verwandt. Da die Nadel in der Regel sehr dünn ist, ist der Einstichschmerz oft nur sehr gering. Es werden in einer Sitzung in der Regel ca. 10-15 Nadeln gesetzt. Diese Nadeln bleiben liegen. Während dieser Zeit werden die Nadeln vom Therapeuten mit unter stimuliert. Die Nadelakupunktur wird in der Regel als Körper- oder Ohrakupunktur angewandt.

Häufig ist die Ohrakupunktur schneller wirksam, die Körperakupunktur zeigt jedoch oftmals bessere Langzeiterfolge. Die Wahl der Akupunkturart bleibt dem Therapeuten überlassen. Neben der Nadelakupunktur kann auch die sogenannte Moxibustion durchgeführt werden. Hierzu verwendet man meistens Zigarren aus Beifußkraut. Diese Zigarren werden angezündet und glimmen wie eine Zigarre. Hiermit können bestimmte Akupunkturpunkte angewärmt werden. Diese Behandlung ist vor allem zur Eigentherapie durch den Patienten geeignet.

Wann hilft die Akupunktur ?

Akupunktur ist keine Wundertherapie. Sie kann dort helfen, wo etwas gestört ist, jedoch nicht Zerstörtes wieder herstellen. Sie ist frei von unerwünschten Nebenwirkungen und damit eine patientenfreundliche Behandlungsmethode. Sie kann Schmerzen lindern, beruhigen, körpereigene Abwehrkräfte stimulieren und psychischen Ausgleich schaffen. Viele Erkrankungen der inneren Organe und des Bewegungsapparates können erfolgreich bekämpft werden. Es gibt jedoch auch Erkrankungen, bei denen die Akupunktur keine Wirksamkeit zeigt.

Kostenübernahme durch die Krankenkassen.
Die Krankenkassen können die Kosten für eine Akupunkturbehandlung übernehmen, wenn verschiedene Voraussetzungen und Bedingungen erfüllt sind. Dies muss im Einzelfall geklärt werden.

Wenn Sie Fragen haben, sprechen Sie uns oder unsere Mitarbeiterinnen an.

 
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